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Füttern

Fläschchen oder Brust, auf dieselbe Weise erfasst.

In den meisten Familien entstehen ungewollt zwei Fütterungsprotokolle. Stillmahlzeiten merkt man sich in Minuten. Fläschchen merkt man sich in Millilitern. Nebeneinandergelegt ergeben sie keine Summe, weil sie nie dasselbe gemessen haben.

Das wird zum Problem, sobald Füttern nicht mehr nur eine Sache ist. Zufüttern nach einer langsamen Stillmahlzeit. Abgepumpte Milch im Fläschchen, damit der andere Elternteil eine Nacht übernehmen kann. Pre-Nahrung ab Woche sechs. Die meisten Familien mischen irgendwann etwas davon, und das Tagebuch muss das aushalten.

Was jedes wirklich misst

Eine Stillmahlzeit hat einen Beginn, eine Seite und eine Dauer. Wie viel getrunken wurde, siehst du nicht, und kein Blick auf die Uhr ändert das. Ein Fläschchen hat einen Beginn, einen Inhalt und eine Menge, die getrunken wurde. Eine Abpumpsitzung hat eine Seite und eine Menge, ist aber gar keine Mahlzeit, sondern Vorrat.

Das sind drei verschiedene Arten von Information. Der Fehler ist, sie in eine Form zu pressen, meist indem man Minuten an der Brust in geschätzte Milliliter umrechnet, damit sie neben dem Fläschchen stehen können. Die Schätzung wird dann wie eine Messung behandelt.

Was sie gemeinsam haben

Zeit. Jede Mahlzeit, wie auch immer sie lief, hat einen Beginn und eine Pause bis zur nächsten. Diese Pause ist das, wonach du um 3 Uhr nachts eigentlich fragst. Nicht "Brust oder Fläschchen", sondern "wie lange ist es her, und ist es zu früh, wieder etwas anzubieten". Die Abstände zwischen den Mahlzeiten, ihre Zahl pro Tag und das abendliche Clusterfeeding aus dem Beitrag über den Trinkrhythmus (auf Englisch) zeigen sich gleich, ob die Mahlzeit von der Brust oder aus dem Fläschchen kam.

Das Tagebuch sollte also eine Liste sein, nach Zeit sortiert, mit der Art der Mahlzeit als Detail jedes Eintrags statt als Grund für ein eigenes Heft. Eine Spalte mit dem Wann. Was zu jedem Zeitpunkt passiert ist, steht daneben.

Was sich zu notieren lohnt

Weniger, als du befürchtest, und nicht dasselbe für jede Art.

Beim Stillen: die Seite. Links, rechts oder beide. Nicht weil es auf die Minute genau ankommt, sondern weil die nächste Mahlzeit meist auf der anderen Seite beginnt, und um 4 Uhr nachts weiß niemand mehr, welche das war.

Beim Fläschchen: was drin war. Muttermilch, Pre-Nahrung, später Kuhmilch oder Wasser. Das ist das eine Detail, nach dem Hebamme oder Kinderarztpraxis fragen und das ein müdes Gedächtnis zuverlässig falsch abspeichert. "War das Zufüttern mit Pre-Nahrung oder abgepumpte Milch?" hat eine echte Antwort, und die gehört ins Tagebuch.

Bei jeder Mahlzeit: was aus der Reihe fällt. Eine verweigerte Mahlzeit, eine, die mit kräftigem Spucken endete, ein Fläschchen, das vierzig Minuten dauerte statt der üblichen zehn. Das gehört als Notiz in den Eintrag, in deinen eigenen Worten, nicht auf eine separate Liste, die du verlierst.

Was du ignorieren kannst

Ob eine Stillmahlzeit vierzehn Minuten dauerte und die nächste neunzehn. Ob das Fläschchen 90 oder 95 Milliliter hatte. Ob die heutige Summe an der Brust, in Minuten, "weniger" ist als die gestrige Summe aus dem Fläschchen, in Millilitern. Das Letzte ist kein Vergleich. Es sind zwei Einheiten, die so tun, als wären sie eine, und sie sorgen für erstaunlich viel Sorge.

Deshalb erfasst Little Bean eine Stillmahlzeit als Zeit und ein Fläschchen als Menge und belässt es dabei. Tippst du in einem Diagramm auf eine Stillmahlzeit, siehst du, was du eingetragen hast. Die App erfindet keine Milliliterzahl, die neben den Fläschchen stehen kann, denn ein Gesundheitswert, den niemand eingegeben hat, ist keine Information, so ordentlich er auch aussieht.

Zwiemilch, ohne doppelte Buchführung

Am meisten schaden zwei Protokolle beim Zufüttern. Fünfzehn Minuten an der Brust, dann ein Fläschchen mit 40 Millilitern, weil das Baby noch suchte. An zwei Stellen notiert wird daraus "kurz gestillt" im einen und "kleines Fläschchen" im anderen, und keins liest sich als das, was es war: eine Mahlzeit, in zwei Teilen, um 21:40.

In einer Liste stehen die beiden Einträge nebeneinander und lesen sich als ein Ereignis. Wer später draufschaut, du beim Frühstück oder dein Partner, der die nächste Schicht übernimmt, sieht den Verlauf, ohne ihn rekonstruieren zu müssen. Genau dafür ist ein gemeinsames Tagebuch vor allem da. Falls du ihn noch nicht gelesen hast: die Übergabe um 3 Uhr nachts (auf Englisch) handelt genau von diesem Moment, und warum die Fakten schon beim anderen sein sollten, bevor jemand eine Frage flüstert.

Dasselbe Tagebuch, wie auch immer du dich entscheidest

Wie du dein Baby fütterst, wird sich ändern, vielleicht mehr als einmal, und oft aus anderen Gründen als geplant. Das Tagebuch sollte dazu keine Meinung haben. Es stellt keine Methode über die andere und beginnt keine neue Seite, wenn du wechselst. Eine Mahlzeit ist eine Mahlzeit. Sie hat eine Uhrzeit, eine Art und, wenn es eine gibt, eine Menge.

Wenn du sehen willst, wie das in der Praxis aussieht, erklärt die Tarifseite, was jeder Little-Bean-Tarif enthält.

Wenn dein Baby Mahlzeiten verweigert, deutlich weniger trinkt als sonst, merklich weniger nasse Windeln hat, oder du dir Sorgen um die Milchmenge oder das Gewicht machst, sprich mit deiner Hebamme oder deiner Kinderarztpraxis. Ein klares Tagebuch hilft dir, den letzten Tag genau zu beschreiben; handeln sollte eine Fachperson. Nichts hier ist ärztlicher Rat.

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